11 vor 11 Neujahrsgespräch

CDU lädt zum Neujahrsgespräch 2006 "Elf vor Elf"

Die CDU Lunestedt hatte zum Neujahrsgespräch "Elf vor Elf" eingeladen, zu einem "kommunalpolitischen Forum", in dem Themen der örtlichen Ebene eine Rolle spielten. Gemeinde, Samtgemeinde und Kreis waren durch Abgeordnete vertreten.

Vorweg gab Vorsitzender Claas Götjen einen Überblick des abgelaufenen Jahres. Auf der Internetseite (www.cdu.lunestedt.de ) könnten Termine nachgeschlagen werden. Zur Fußball-WM gebe es eine Großbildleinwand in einer ehemaligen Lagerhalle in der Schulstr. 11.

Bürgermeister Manfred Woltmann nahm zur Politik in der Gemeinde Stellung. Er gab bekannt, dass im früheren "Modetreff" eine Apotheke einziehen werde. Auf dem Friedhof sollen Möglichkeiten zur anonymen Bestattung geschaffen werden.

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in der Deelbrügger Straße seien von 1300 Fahrzeugen über 100 zu schnell gefahren, ein Autofahrer raste mit Tempo 145. In der Schulstraße habe sich kaum jemand an die 30er-Zone gehalten. Abschließend nannte Woltmann die aktuelle Einwohnerzahl: 2554.

Bürger fragten nach dem Sinn von Englisch im Kindergarten, der Beleuchtung im neuen Gewerbegebiet und nach dem Jugendraum. Der Strahler in der Nähe des Autohauses sei zwar an einen Laternenpfahl montiert, würde aber mit eigenem Strom versorgt. "Wir geben unverhältnismäßig viel Geld für den Jugendraum aus", beklagte der Bürgermeister. In anderen Kommunen seien die Kosten geringer. Die Konzepte seien gut, nur die Kontrolle der Umsetzung wurde von mehreren Gesprächsteilnehmern als schwierig dargestellt.

Hans Woltmann berichtete aus dem Samtgemeinderat. Seit sechs Jahren habe sich das Defizit auf insgesamt 18 Millionen Euro angehäuft. Manfred Tönjes wies darauf hin, dass den Schulden Immobilienwerte gegenüberstünden: die Feuerwehr, die Kläranlage, das Rathaus, die Einfeldturnhalle, Schulen und Park-and-Ride-Parkplätze. Nicht umsonst sei der Samtgemeindehaushalt schon vor Weihnachten genehmigt gewesen.

Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Claus Götjen, bewertete es als äußerst positiv, dass "Bewegung im Dorf ist, dass Leute sich einsetzen wollen". (15 Kandidaten hat die CDU schon für die Gemeinderatswahl). Der Kreisetat sei aber "desolat hoch drei". Er wies auf die Notwendigkeit von Änderungen und Zusammenlegungen mit der Stadt Cuxhaven hin. Seine Meinung zur Ganztagsschule: Freiwilligkeit sei im ländlichen Raum nicht durchführbar. Die Mittagsverpflegung müsse durch Catering-Unternehmen ohne den Aufwand einer Schulküche gesichert werden. Vom Seminarhaus in Kramelheide etwa könnten 800 Essen zubereitet werden.

Über zwanzig Bürger und Vertreter in Kommunalparlamenten trafenn sich "elf vor elf" in der Deutschen Eiche in Lunestedt.